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Ripple-CEO fordert US-Regulierer auf digitale Währungen zu übernehmen

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, hat die US-Regulierungsbehörden erneut dazu aufgerufen, sich zu beeilen und sich „auf digitale Währungen zu stützen“, da die Nation in Bezug auf Krypto-Innovationen hinter China zurückfällt.

Insbesondere hat China die Entwicklung seiner digitalen Zentralbankwährung bis hin zur Durchführung von Pilotversuchen mit dem CBDC in der Praxis fortgesetzt. Wie ZyCrypto bereits früher berichtete, werden an diesen Tests Partner wie McDonald’s, Subway und Starbucks beteiligt sein und sie werden in vier der wichtigsten Städte Chinas durchgeführt werden.

Die USA hingegen haben bisher noch nicht einmal klare Richtlinien zur Krypto-Regulierung vorgegeben und auch die Entwicklung eines digitalen Dollars zurückgestellt. Dies zeigt, dass China bei der Entwicklung digitaler Währungen den USA um Lichtjahre voraus ist.

Garlinghouse warnt, dass diese Selbstgefälligkeit die USA nur zurückwerfen wird, während China den ganzen Ruhm bekommt.

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Brad Garlinghouse’s Aufruf zum Handeln

Während die Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China fieberhaft ansteigen, drängt Brad Garlinghouse von Ripple die US-Regulierungsbehörden, auf digitale Währungen zu achten.

In einem zweiteiligen Twitter-Thread am 26. Mai veröffentlichte Garlinghouse einen Artikel mit dem Titel „Könnte Chinas digitale Währung den Dollar absetzen? In den letzten Monaten hat China seine Arbeit an seiner von der Zentralbank ausgegebenen digitalen Währung beschleunigt. Die Initiative für den digitalen Yuan ist seit über fünf Jahren in Arbeit, und sie kommt nun der Verwirklichung näher. Dies hat dazu geführt, dass viele Experten argumentieren, dass die Tage des Dollars als wichtigste Reservewährung der Welt gezählt sind, wenn die USA nicht ähnliche Initiativen beschleunigen.

Während es den USA nicht gelingt, ihre Position als globaler Innovationsführer zu behaupten, weist Garlinghouse darauf hin, dass „Chinas Griff nach Fiat- und Krypto-Zahlungen stärker wird“.

XRP ist nicht von der behördlichen Aufsicht befreit

Garlinghouse ist seit langem ein entschiedener Befürworter von regulatorischer Klarheit im Krypto-Raum, insbesondere für Ripples digitale Währung XRP. Tatsächlich war Ripple das erste Unternehmen im Kryptobereich, das ein Büro in Washington D.C. eröffnete, um engere Beziehungen zu den Gesetzgebern aufzubauen.

Unter Bezugnahme auf den Artikel stellt Garlinghouse fest, dass öffentliche digitale Währungen wie XRP nicht von der US-amerikanischen oder globalen Finanzaufsicht ausgenommen sind. Stattdessen wollen die Führungskräfte der Krypto-Assets mit den Regulierungsbehörden zusammenarbeiten und nicht gegen sie.

Der Dollar holt auf

Die Dominanz des Dollars läuft Gefahr, durch das Versäumnis der US-Politiker, zu einem Zeitpunkt, da China und Facebook planen, die bestehende Finanzinfrastruktur zu ersetzen, ernsthafte Maßnahmen zu seinem Schutz zu ergreifen, vereitelt zu werden.

J. Christopher Giancarlo, der ehemalige Vorsitzende der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC), steht derzeit an der Spitze des Digital-Dollar-Projekts. In einem Gespräch mit Forbes im vergangenen Monat stellte Giancarlo fest, dass ein digitaler Dollar zwar eine Vielzahl von Anwendungsfällen haben wird, die Vereinigten Staaten aber nicht die erste Supermacht sein müssen, die eine digitale Währung einführt. Der Grund dafür ist, dass „der Dollar derzeit so dominant ist, dass die USA durch Hetzen mehr zu verlieren als zu gewinnen haben“.

Daher sollten sich die USA vor der überstürzten Entwicklung eines digitalen Dollars Zeit lassen, da sie sorgfältig aus den Fehlern anderer wie auch aus ihren eigenen Experimenten lernen. Dies bedeutet, dass ein digitaler Dollar vielleicht nicht so bald kommen wird.